Die Wichtigkeit guter Kommunikation im Berufsalltag

Sie stellen immer häufiger fest, dass Ihre Kommunikationen (vielleicht auch nur mit bestimmten Personen) immer öfter aus dem Ruder läuft? Mitarbeitergespräche zu führen fällt Ihnen schwer? Ihre Mitarbeiter scheinen manchmal nicht zu verstehen, was genau Sie eigentlich von Ihnen wollen?

Ein Kommunikationstraining kann Ihnen helfen, sensibler mit der eigenen Sprache umzugehen und so wieder angenehme, aber auch direkte und konstruktive Gespräche zu führen.

Ich erlebe im Arbeitsalltag oftmals Unternehmer, die zwar viel mit ihren Mitarbeitern sprechen, viele Arbeitsanweisungen geben, diese dann aber nicht exakt oder auch gar nicht umgesetzt werden. Liegt es nun an den Mitarbeitern, die einfach nicht Willens sind, die Aufträge wie angeordnet auszuführen? Bestimmt ist auch manchmal das der Grund.

Doch immer häufiger stelle ich fest, dass es an der Art liegt, wie Aufträge kommuniziert werden. Hier fehlt es oftmals an Klarheit. Auch ist es wichtig, den Mitarbeitern den Grund der Entscheidung bzw. die Sinnhaftigkeit der Aufgabe nachvollziehbar aufzuzeigen. Mitarbeiter wollen das "Warum" hinter einem Auftrag verstehen - nur so ist es möglich, Arbeitsaufträge zur vollsten Zufriedenheit des Unternehmens auszuführen und vielleicht sogar die ein oder andere Idee beizutragen.

Auch unangenehme Gespräche wie z.B. Konfliktgespräche oder Kündigungsgespräche laufen manchmal vollkommen aus dem Ruder. Die Stimmung mit der ich in ein solches Gespräch gehe, nimmt wesentlichen Einfluss darauf, welche Richtung das Gespräch nimmt. Es macht Sinn, sich hier entsprechend vorzubereiten. Ein paar Tipps:

  • Vor dem Gespräch noch kurz Ruhe finden und ein paar Mal tief durchatmen. Sich selbst auf eine (wenn möglich) angenehme und ruhige Gesprächsatmosphäre einstimmen.
  •  In Ich-Botschaften sprechen

Beantworten Sie für sich vorab folgende Fragen und bauen Sie die Ergebnisse in Ihr Gespräch ein:

  • Was haben Sie wahrgenommen bzw. was war Ihre Beobachtung, die nun zu diesem Gespräch geführt hat? Wichtig ist hier: Bewerten Sie nicht! Bleiben Sie bei den Fakten, die Sie beobachtet haben.
  • Wie ging es Ihnen bei dieser Beobachtung? Was hat sie in Ihnen ausgelöst?
  • Was wäre Ihr Wunsch/Bedürfnis in dieser Situation gewesen? Wie hätten Sie sich lieber gefühlt?
  • Eine klare Bitte für die Zukunft formulieren.
  • Feedback einholen: Ist mein Gesprächspartner bereit, einen Kompromiss zu schließen?

Ein Beispiel wie eine Ich-Botschaft aussehen könnte: "Herr Christen, mir ist aufgefallen, dass Sie sich während meines Vortrags lange mit Herrn Meier unterhalten haben. Das hat mich etwas verunsichert - ob mein Vortrag vielleicht nicht korrekt oder interessant aufgebaut ist. Ich hätte mir gewünscht, dass mein Vortrag das Interesse aller Teilnehmer weckt. Daher möchte ich Sie bitten, Fragen zum Vortrag immer direkt an mich zu stellen oder mit Gesprächen bis nach Beendigung des Vortrags zu warten. Wäre das für Sie eine gute Option?"

Natürlich ist es mit dem Formulieren von Ich-Botschaften alleine nicht getan: Achten Sie auch auf Ihre Körpersprache, auf die nonverbale Kommunikation. Sie macht zu 80 % aus, was unser Gegenüber von uns "empfängt".

Fazit: Gute Kommunikation ist (wieder)erlernbar! Kinder sprechen ganz intuitiv in Ich-Botschaften. Denn sie haben noch den Bezug zu ihren eigenen Wünschen, Gefühlen und Bedürfnissen und schämen sich nicht, diese zu äußern. In der harten Geschäftswelt ist dies oftmals verpönt.

Überlegen Sie einfach, welche Art der Kommunikation für Sie und Ihr Wohlgefühl die Beste ist. Wie komme ich schneller ans Ziel? Im Streitgespräch oder im ruhigen einvernehmlichen Gespräch? Das kann und muss wohl jeder für sich selbst entscheiden!

Ich wünsche frohes Kommunizieren und viele gute Gespräche!

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